29.04.2013

Say Cheeeeeese!

Lachen oder auf ernst machen bei einem Bewerbungsfoto? Der Kommunikationsexperte Daniel Zanetti bringt es auf den Punkt. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Manuel Fischer.

Ich habe in meinem Leben schon mehrere Hundert Bewerbungen gesichtet. Leider waren und sind auch immer wieder Fotos dabei, die unter die Kategorie FBI-Fahndungsbild gehen. Dabei möchten wir doch Bewerberinnen und Bewerber einstellen und nicht einsperren.

Schau einmal jemandem zu, der Bewerbungen sichtet. Du merkst sofort: Jene Bewerbung wird genauer angeschaut, der ein Foto beiliegt. Mit einem Foto in deiner Bewerbung erzielst du genau das, was man einen positiven ersten Eindruck nennt — vorausgesetzt, du rückst dich ins rechte Licht.

Tipps für ein wirkungsvolles Bewerbungsfoto

Bewirb dich nie ohne Foto

Unser Hirn funktioniert wie ein Fotoapparat, nämlich in Bildern. Schau mal an die Decke und denk nicht an einen rosa Elefanten! Siehst du?! Und jetzt schau auf dein Bewerbungsfoto und frag dich: „Würde ich mit dieser Person gerne meinen Arbeitstag verbringen?“

Investier in deinen Auftritt!

Geh zu einem professionellen Fotografen und nicht zu einem anonymen Automaten in der Bahnhofsunterführung. Wann, frage ich dich, solltest du in deinen Auftritt investieren, wenn nicht für eine Stellenbewerbung?

Bewerte dein Foto nach diesen Kriterien:

Augen

Schau dem Betrachter in die Augen. So sprichst du ihn direkt an und wirkst selbstsicher.

Bewerbungsfoto FrauLächeln

Strahl (glaubwürdig!) Lebensfreude aus und frag dich selbst: „Würde ich jemanden wie mich auf Kunden loslassen?“

Format

Wähl bewusst kein Passfotoformat, sondern ein eigenes. Das altbekannte Passfoto hebt dich zu wenig von deinen Mitbewerbenden ab.

Aussage/ Glaubwürdigkeit

Welche Aussage willst du mit deinem Foto treffen? Es macht einen grossen Unterschied, ob du dich als IT-Projektleiterin oder als Kreativmitarbeiter einer Werbeagentur bewirbst. In jedem Fall zeigst du dich am besten in den Kleidern, in denen du später auch zur Arbeit erscheinst. Zu salopp oder zu gestylt kann negativ wirken. Der wichtigste Punkt aber: Präsentier dich genau so, wie du bist, und verstell dich nicht. Glaubwürdigkeit ist alles.
Das Foto ist nur ein Teil deiner Bewerbung, aber es vermittelt einen wesentlichen Eindruck deiner Persönlichkeit und zeigt deinen Qualitätsanspruch. Und es trägt entscheidend dazu bei, ob du zum Gespräch eingeladen wirst. Sympathische Menschen will man einfach lieber kennenlernen.

Bonus-Tipp: Notier auf der Rückseite des Fotos deinen Namen und dein Geburtsdatum. Falls sich das Bild von der Bewerbung löst, lässt es sich immer noch deinen Unterlagen zuordnen.

Daniel Zanetti - weekly Empowerment

(c) Aus dem Buch von Daniel Zanetti „The Best of Weekly Empowerment“.

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